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Krieg an allen Fronten

Paul Craig Roberts

Die russische Regierung hat endlich kapiert, dass ihre politische Opposition bezahlt wird von der von den Steuerzahlern der Vereinigten Staaten von Amerika finanzierten National Endowment for Democracy (Nationale Stiftung für Demokratie) und anderen Abteilungen der CIA/des Außenministeriums in einem Versuch, die russische Regierung zu stürzen und ein amerikanisches Marionettenregime im geografisch größten Land der Erde einzurichten, dem einzigen Land mit einem Arsenal von Atomwaffen, das ausreicht, um Washingtons Aggression abzuschrecken.

Gerade wie Ägypten früher in diesem Jahr hunderte Leute auswies, die in Verbindung standen mit aus dem Ausland finanzierten „Nicht-Regierungs-Organisationen” (NGOs) wegen „Erregung von Dissens und Einmischung in innere Angelegenheiten,“ hat die russische Duma (Parlament) gerade ein Gesetz beschlossen, das Putin demnächst unterzeichnen wird und das bestimmt, dass politische Organisationen, die Geld aus dem Ausland erhalten, sich als ausländische Agenten registrieren lassen müssen. Das Gesetz basiert auf dem Gesetz in den Vereinigten Staaten von Amerika, das die Registrierung fremder Agenten festlegt.

Ein großer Teil der russischen politischen Opposition besteht aus vom Ausland bezahlten Agenten, und sobald das Gesetz in Kraft ist, werden sich führende Elemente der politischen Opposition Russlands beim russischen Justizministerium als Agenten Washingtons registrieren lassen müssen. Die Agentur Itar-Tass berichtete am 3. Juli, dass es in Russland um die 1.000 Organisationen gibt, die vom Ausland finanziert sind und sich politisch betätigen. Man stelle sich das Geheul vor, wenn die Russen 1.000 Organisationen in den Vereinigten Staaten von Amerika finanzieren würden, die sich bemühen, Amerika zu einem russischen Marionettenstaat zu machen. (In den Vereinigten Staaten von Amerika würden die Russen auf zahlreiche Konkurrenz aus Israel stoßen.)

Die von Washington finanzierte politische Opposition in Russland versteckt sich hinter „Menschenrechten” und sagt, sie arbeite, um „Russland zu öffnen.“ Was die illoyale und verräterische von Washington bezahlte russische „politische Opposition“ unter „Russland öffnen“ versteht, ist die Öffnung Russlands für die Gehirnwäsche durch die Propaganda des Westens, die Öffnung Russlands für die wirtschaftliche Ausplünderung durch den Westen und Russland zu öffnen, damit seine Innen- und Außenpolitik von Washington bestimmt werden kann. 

„Nicht-Regierungs-Organisationen” sind sehr regierungsnah. Sie haben entscheidende Rollen gespielt bei der Finanzierung und Durchführung der diversen „Farbenrevolutionen,“ welche zur Errichtung von amerikanischen Marionettenstaaten in früheren Teilgebieten des sowjetischen Imperiums geführt haben. NGOs wurden schon als „Staatsstreichmaschinen“ bezeichnet und haben Washington in dieser Rolle gute Dienste erwiesen. Zur Zeit arbeiten sie in Venezuela gegen Chavez.

Natürlich ist Washington wütend, dass seine Pläne, die Herrschaft über ein Land zu erreichen, das militärisch anzugreifen zu gefährlich ist, durch das Erwachen Russlands nach zwei Jahrzehnten gegenüber der Drohung, politisch unterwandert zu werden durch von Washington finanzierte NGOs, in die Hose gegangen sind. Washington selbst verlangt von aus dem Ausland finanzierten Organisationen, sich als ausländische Agenten registrieren zu lassen (außer sie werden von Israel finanziert). Diese Tatsache hält Washinton natürlich nicht davon ab, das neue russische Gesetz als „antidemokratisch,“ „Polizeistaat,“ blabla zu bezeichnen. Selbst ertappt bei subversiven Aktivitäten beschimpft Washington Putin. Es ist bedauerlich, dass der größte Teil des gehirngewaschenen Westens Washingtons Lügen auf den Leim gehen wird und wir noch länger über den „Gangsterstaat Russland“ hören werden.

Auch China befndet sich im Fadenkreuz Washingtons. Chinas rasanter Anstieg als Wirtschaftsmacht wird in Washington als düstere Bedrohung verstanden. China muss eingeschränkt werden. Obamas Handelsrepräsentant der Vereinigten Staaten von Amerika hat in den letzten 2 oder 3 Jahren geheime Verhandlungen geführt über eine Transpazifische Partnerschaft, die den Zweck hat, Chinas natürliche wirtschaftliche Führungsrolle in seiner eigenen Einflusssphäre zu beschneiden und durch die Führung Washingtons zu ersetzen.

Washington drängt auch darauf, neue militärische Allianzen in Asien zu bilden und neue Militärbasen zu errichten auf den Philippinen, in Südkorea, Thailand, Vietnam, Australien, Neuseeland und wo immer noch.

Washington mischte sich schnell in Dispute zwischen China und Vietnam und China und den Philippinen. Washington stellte sich auf die Seite seines ehemaligen Feindes Vietnam in Vietnams Streit mit China wegen der rohstoffreichen Paracel- und Spratly-Inseln und auf die Seite der Philippinen in deren Streit mit China über die an Rohstoffen reiche Scarborough Untiefe. 

Auf diese Weise, wie im Fall der Einmischung Englands in den Streit zwischen Polen und dem nationalsozialistischen Deutschland über die Rückgabe von deutschen Territorien, die Polen nach dem Ersten Weltkrieg zugesprochen worden waren, bereitet Washington die Bühne für den Krieg.

China war kooperativ gegenüber Washington, da die Auslagerung der Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika nach China einen wichtigen Bestandteil von Chinas unerwartet hoher Rate der wirtschaftlichen Entwicklung bildete. Die amerikanischen Kapitalisten bekamen ihre schnellen Profite, und China bekam Kapital und Technologie, um eine Wirtschaft aufzubauen, die in 2 oder 3 Jahren die sinkende Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika überholt haben wird. Die Auslagerung von Arbeitsplätzen, die fälschlich von Freier-Markt-Wirtschaftswissenschaftlern als freier Markt betrachtet worden war, hat China aufgebaut und Amerika zerstört.  

Washingtons steigende Einmischung in chinesische Angelegenheiten hat die Regierung Chinas überzeugt, dass militärische Gegenmaßnahmen erforderlich sind, um Washingtons angekündigte Absichten zu neutralisieren, seine Militärpräsenz in der chinesischen Einflusssphäre aufzubauen. Washington steht auf dem Standpunkt, dass nur Washington, und sonst niemand, eine Einflusssphäre besitzt, und dass Washingtons Einflusssphäre die ganze Welt ist.

Am 14. Juli meldete die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, dass Washington sich in chinesische Angelegenheiten einmischt und es unmöglich macht, dass China seine Streitigkeiten mit Vietnam und den Philippinen löst.

Es sieht so aus, als wäre eine allzu zuversichtliche Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika entschlossen, einen Krieg an drei Fronten zu führen: Syrien, Libanon und Iran im Mittleren Osten, China im Fernen Osten und Russland in Europa. Das ist wohl eine recht ambitionierte Agenda für eine Regierung, deren Militär den Irak nach neun Jahren nicht besetzen, noch die leicht bewaffneten Taliban nach elf Jahren besiegen konnte, und deren Wirtschaft und die ihrer NATO-HiWis in Schwierigkeiten steckt und mit der es abwärts geht, mit anwachsenden inneren Spannungen und einem Verlust von Vertrauen in die politische Führung.

 

Quelle: www.antikrieg.com

Hinter dem amerikanisch-nordkoreanischen Getöse

Jack A. Smith

 

Was spielt sich ab zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Nordkorea und führt zu Schlagzeilen in den letzten Tagen wie „Spannungen in Korea eskalieren“ und „Nordkorea bedroht die Vereinigten Staaten von Amerika“?

Die New York Times berichtete: „Diese Woche gab Nordkoreas junger Führer Kim Jong-un seinen Untergebenen den Befehl, sich auf einen Raketenangriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika vorzubereiten. Er trat in einer Kommandozentrale auf, vor einer Landkarte mit der verwegenen, unrealistischen Aufschrift ‚Pläne für einen Angriff auf das Festland der Vereinigten Staaten von Amerika.’ Früher in diesem Monat prahlten seine Generäle mit der Entwicklung eines nuklearen Sprengkopfes „á la Korea’, der auf eine Langstreckenrakete montiert werden könne.“

Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen sehr wohl, dass den Äußerungen Nordkoreas das ausreichende militärische Durchsetzungsvermögen fehlt, um die rhetorischen Drohungen wahr zu machen, sie scheinen aber die Spannungen im gleichen Ausmaß zu steigern. Auch die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye weiß, dass die Drohungen rhetorischer Natur sind, erklärte aber: „Wir sollten ohne weitere politische Überlegungen einen starken und unmittelbaren Vergeltungsschlag führen, wenn der Norden eine Provokation gegen unser Volk setzt.“ 

Pyongyang hat offensichtlich ein anderes Ziel im Auge. Ich muss ein bisschen zurückgehen, um die Situation zu erklären.

Seit dem Ende des Koreakrieges vor 60 Jahren hat die Regierung der Arbeiterpartei der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRK oder Nordkorea) wiederholt im Grunde die gleichen vier Forderungen an die Vereinigten Staaten von Amerika gestellt. Diese beinhalten:

1. Einen Friedensvertrag, der den Koreakrieg beendet. 2. Die Wiedervereinigung Koreas, das seit 1945 „vorübergehend“ in einen Nord- und einen Südteil aufgeteilt war. 3. Ein Ende der Okkupation Südkoreas durch die Vereinigten Staaten von Amerika und eine Einstellung der jährlichen monatelangen Kriegsmanöver durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Südkorea. 4. Bilaterale Verhandlungen zwischen Washington und Pyongyang, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu beenden.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihr südkoreanisches Protektorat haben jeden der Vorschläge im Lauf der Jahre zurückgewiesen. Infolgedessen ist die Halbinsel seit den 1950ern extrem instabil. Es ist jetzt so weit gekommen, dass Washington seine diesjährigen Kriegsmanöver, welche Anfang März begonnen haben, als Vehikel für die Durchführung eines Scheinangriffs auf Nordkorea mit Atomwaffen benutzt hat, indem es zwei atomwaffenfähige B-2 Stealth-Bomber am 28. März die Region überfliegen ließ. Drei Tage danach beorderte das Weiße Haus F-22 Raptor-Tarnkappen-Kriegsflugzeuge nach Südkorea, eine weitere Eskalation der Spannungen. 

Was hinter den vier Vorschlägen steckt:

1. Die Vereinigten Staaten von Amerika weigern sich, einen Friedensvertrag zur Beendigung des Koreakrieges abzuschließen. Ein Waffenstillstand ist eine zeitweilige Einstellung der Kämpfe durch eine beiderseitige Zustimmung. Der am 27. Juli 1953 unterzeichnete Waffenstillstand sollte in einen Friedensvertrag umgewandelt werden, wenn „eine endgültige friedliche Einigung erreicht worden ist.“ Das Fehlen eines Friedensvertrags bedeutet, dass der Krieg jeden Augenblick wieder weitergehen könnte. Nordkorea will keinen Krieg mit den Vereinigten Staaten von Amerika, dem mächtigsten Militärstaat der Geschichte. Es will einen Friedensvertrag und die diplomatische Anerkenung durch Washington.

2. Zwei Koreas existieren infolge eines Abkommens zwischen der UdSSR (die an Korea grenzte und half, den nördlichen Teil des Landes im Zweiten Weltkrieg von Japan zu befreien) und den Vereinigten Staaten von Amerika, die die südliche Hälfte besetzt hatten. Obwohl im Norden Sozialismus herrschte und Kapitalismus im Süden, sollte es keine permanente Teilung sein. Die zwei Großmächte sollten nach ein paar Jahren abziehen und dem Land eine Wiedervereinigung ermöglichen. Die Sowjetunion tat das, die Vereinigten Staaten von Amerika nicht. Dann kam der verheerende Dreijahreskrieg im Jahr 1950. Seit damals hat Nordkorea verschiedene Vorschläge vorgelegt, um die Trennung zu beenden, die seit 1945 bestanden hat. Der neueste Vorschlag ist, glaube ich, „ein Land – zwei Systeme.“ Das heißt, dass der Süden kapitalistisch und der Norden sozialistisch bleibt, während sich beide Hälften vereinigen. Das wird schwierig sein, aber nicht unmöglich. Washington will das nicht haben. Es will die ganze Halbinsel haben, um seinen Militärapparat direkt an die Grenzen von China und Russland heranzubringen.

3. Washington hat seit dem Ende des Krieges zwischen 25.000 und 40.000 Soldaten in Südkorea behalten. Diese erinnern – gemeinsam mit Amerikas Flotten, Stützpunkten mit Atombombern und Militäreinrichtungen in enger Nachbarschaft der Halbinsel – an zwei Dinge. Eines ist: „wir können den Norden vernichten.“ Das andere ist: „Südkorea gehört uns.” Pyongyang sieht es so – umso mehr, seit Präsident Obama beschlossen hat, in Richtung Asien „umzuschwenken.“ Während das Umschwenken einen wirtschaftlichen und Handels-Aspekt hat, ist sein Ziel in erster Linie, Amerikas bereits beträchtliche militärische Macht in der Region auszubauen, um die Drohungen gegenüber China intensivieren zu können, aber das benachbarte Nordkorea liegt sehr wohl innerhalb dieser gefährlichen Peripherie.

4. Der Koreakrieg war im Grunde ein Konflikt zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und den Vereinigten Staaten von Amerika. Das heißt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Führungsrolle im Kampf gegen Nordkorea einnahmen, bei dem auch eine Reihe von UNO-Ländern mitmachten, und verantwortlich waren für die Tötung von Millionen Koreanern nördlich der Teilungsgrenze am 38. Breitengrad. Es ist völlig logisch, dass Pyongyang direkte Gespräche mit Washington sucht, um Meinungsverschiedenheiten zu bereinigen und eine friedliche Lösung zu erreichen, die zu einem Friedensvertrag führt. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich konsequent geweigert.

Diese vier Punkte sind nicht neu. Sie wurden in den 1950ern vorgelegt. Ich besuchte die Demokratische Volksrepublik Korea als Journalist für (die amerikanische Ausgabe der Zeitung) The Guardian dreimal in den 1970ern insgesamt acht Wochen lang. Immer wieder wurde ich in Diskussionen mit Regierungsvertretern hinsichtlich eines Friedensvertrags, Wiedervereinigung, Abzug der Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Süden und direkten Verhandlungen befragt. Die Situation ist heute die Gleiche. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden sich nicht bewegen.

Warum nicht? Washington will das kommunistische Regime loswerden, ehe es zulässt, dass Frieden auf der Halbinsel einzieht. Kein „ein Staat, zwei Systeme“ für Uncle Sam, da sei Gott vor! Der will einen Staat, der treue Gefolgschaft schwört – was raten Sie, wem? Bis dahin rechtfertigt die Existenz eines „kriegerischen“ Nordkorea, dass Washington den Norden mit einem veritablen Aufgebot von Feuerkraft umstellt. Ein „gefährliches“ Nordkorea lässt sich gut verwenden, um Tokia innerhalb des Orbits der Vereinigten Staaten von Amerika zu halten und einen weiteren Vorwand für das vormals pazifistische Japan ins Spiel zu bringen, sein bereits formidables Arsenal weiter aufzustocken.

Den gemeinsamen Kriegsmanövern der Vereinigten Staaten von Amerika und Südkoreas im März gingen im Februar gemeinsame Kriegsmanöver der Vereinigten Staaten von Amerika und Japans unter dem Titel „Eiserne Faust“ voraus. In beiden Fällen demonstrierte Washington stillschweigend, dass es auf der Seite von Seoul oder Tokio gegen Pyongyang oder Peking steht, wenn es hart auf hart kommt. Das Bemühen der Vereinigten Staaten von Amerika und Japans richtete sich auf die Einnahme einer imaginären Insel – eine direkte militärische Warnung an die Adresse Chinas, das Besitzrechte auf die Senkaku Inseln geltend macht, was auch Japan tut.

Aus einem Artikel in Foreign Policy in Focus vom 15. Februar von Christine Hong und Hyun Le: „Die Darstellung Nordkoreas als die größte Bedrohung der Sicherheit in der Region vernebelt die hinterlistige Natur der Politik des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama in der Region, besonders die Identität zwischen dem, was seine Berater als ‚strategische Geduld’ bezeichnen einerseits, und seiner offensiv eingesetzten militärischen Pose und Allianz mit Falken in der Region andererseits. Die Untersuchung der aggressiven Politik Obamas gegenüber Nordkorea und deren Auswirkungen ist entscheidend, um verstehen zu könen, warum Demonstrationen von militärischer Macht – von Politik mit anderen Mitteln, um es mit Carl von Clausewitz auszudrücken – die einzigen Wege der Kommunikation mit den Vereinigten Staaten von Amerika sind, die Nordkorea anscheinend zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

Brian Becker, Vorsitzender der Antikriegskoalition ANSWER, schrieb am 31. März: „Das Pentagon und das südkoreanische Militär haben heute – und das letzte Jahr hindurch – massive Kriegsspiele aufgeführt, die die Invasion und die Bombardierung von Nordkorea simulieren. Wenige Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika kennen die wirkliche Situation. Die Arbeit der Propagandamaschinerie ist darauf gerichtet, sicherzustellen, dass die Menschen Amerikas sich nicht zusammentun, um ein Ende der gefährlichen und bedrohlichen Aktivitäten des Pentagon auf der koreanischen Halbinsel zu fordern.

„Die Propagandakampagne ist jetzt in vollem Gang, wo das Pentagon die Eskalation in dem am höchsten militarisierten Teil des Planeten vorantreibt. Nordkorea wird hingestellt als der Provokateur und Aggressor, wann immer es darauf besteht, dass es das Recht und die Fähigkeit hat, das Land zu verteidigen. Sogar wenn das Pentagon die atomare Vernichtung eines Landes simuliert, das es bereits zurück in die Steinzeit zu bombardieren versucht hat, stellen die im Besitz von Konzernen befindlichen Medien diese extrem provokante Handlung als ein Zeichen von Bemühungen um eine Streitbeilegung und als eine Maßnahme der Selbstverteidigung hin.“

Und von Stratfor, der kommerziellen Informationsfirma, die es oft weiß: „Viel von Nordkoreas Verhalten kann als rhetorisch betrachtet werden, aber nichtsdestoweniger ist nicht klar, wie weit Pyongyang zu gehen bereit ist, wenn es Verhandlungen auch durch Aggressivität nicht erzwingen kann.“ Hier wird davon ausgegangen, dass es um die Einleitung von Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika geht.

Pyongyangs „Aggressivität” ist fast zur Gänze verbal – vielleicht ein paar Dezibel zu laut für viele Ohren – aber Nordkorea ist ein kleines Land in schwierigen Verhältnissen, das sich sehr gut an die außerordentliche Brutalität erinnert, mit der Washington in den 1950ern über sein Territorium herfiel. Millionen Koreaner wurden getötet. Die Flächenbombardements der Vereinigten Staaten von Amerika waren verbrecherisch. Nordkorea ist entschlossen, in den Kampf zu ziehen, wenn das wieder geschieht, hofft aber, dass seine Bereitschaft den Krieg verhindern und zu Gesprächen und zu einem Vertrag führen wird.

Nordkoreas große und gut ausgebildete Armee dient der Verteidigung. Der Zweck der Raketen, die es baut, und das Reden über Atomwaffen sind prinzipiell darauf gerichtet, den Wolf vor der Haustüre abzuschrecken.

Kurz gesagt, die flammende Rhetorik Kim Jong-uns in letzter Zeit steht in direktem Zusammenhang mit den monatelangen Kriegsspielen der Vereinigten Staaten von Amerika und Südkoreas in diesem Jahr, die er als mögliches Vorspiel für einen neuen Krieg interpretiert. Kims mittelfristige Absicht ist es, eine ausreichend besorgniserregende Krise zu schaffen, damit die Vereinigten Staaten von Amerika endlich bilateralen Gesprächen zustimmen, die zu einem Friedensvertrag führen, einem Ende der von Washington verhängten Sanktionen und dem Abzug fremder Soldaten aus dem Süden. Eine Form der Wiedervereinigung könnte später in Verhandlungen zwischen Norden und Süden gefunden werden. 

Die derzeitigen Konfrontationen werden abklingen mit dem Ende der provokanten Kriegsmanöver dieses Jahres. Die Obama-Administration hat keinerlei Absicht, die Bedingungen zu schaffen, die zu einem Friedensvertrag führen – besonders jetzt, wo die Aufmerksamkeit des Weißen Hauses auf Ostasien gerichtet zu sein scheint, wo es ein Risiko für seine globale geopolitische Vorherrschaft wahrnimmt.

Die zusammenbrechende Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und das Ende der Welt

Paul Craig Roberts 

In der vor kurzem erschienenen Kolumne „Kann die Welt Washingtons Überheblichkeit überleben? “ habe ich versprochen zu untersuchen, ob die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika zusammenbrechen wird, ehe Washington uns in seinem Streben nach der Weltherrschaft in eine Konfrontation mit Russland und China bringt. Dieses Thema wird auf dieser Website wohl weiterhin behandelt werden, dieser Artikel wird also nicht das letzte Wort dazu sein.

Washington befindet sich im Krieg seit Oktober 2001, als Präsident George W. Bush einen Vorwand ausheckte, um den Überfall der Vereinigten Staaten von Amerika auf Afghanistan zu befehlen. Dieser Krieg wanderte in die zweite Reihe, als Bush einen weiteren Vorwand ausheckte, um den Überfall auf den Irak im Jahr 2003 anzuordnen, einen Krieg, der ohne erkennbaren Erfolg 8 Jahre lang andauert und den Irak in ein Chaos gestürzt hat, mit tagtäglich Dutzenden Toten und Verwundeten, einem neuen starken Mann an der Stelle des illegal hingerichteten ehemaligen starken Mannes, und der Wahrscheinlichkeit, dass die weiter anhaltende Gewalt zum Bürgerkrieg wird. 

Nach seiner Wahl schickte Präsident Obama törichterweise weitere Soldaten nach Afghanistan und erneuerte die Intensität dieses Krieges, der jetzt in seinem elften Jahr steht und keine Erfolge erbracht hat.

Diese beiden Kriege waren teuer. Gemäß Schätzungen von Joseph Stiglitz und Linda Bilmes belaufen sich die Kosten für den Krieg gegen den Irak für die Steuerzahler der Vereinigten Staaten von Amerika auf insgesamt $3 Billionen. Das Gleiche gilt für den Krieg gegen Afghanistan. Anders gesagt verdoppelten die beiden nutzlosen Kriege die Staatsschulden der Vereinigten Staaten von Amerika. Das ist der Grund dafür, dass kein Geld vorhanden ist für soziale Sicherheit, Medicare, Medicaid, Lebensmittelmarken, Umweltschutz und das soziale Sicherheitsnetz.

Die Amerikaner haben durch die Kriege gar nichts gewonnen, aber nachdem die Kriegsschulden nie zurückgezahlt werden können, werden die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Nachkommen für alle Ewigkeit Zinsen für $6.000 Milliarden Kriegsschulden bezahlen müssen. 

Nicht zufrieden mit diesen Kriegen, führt das Bush/Obama-Regime unter Verletzung des Internationalen Rechts Militäroperationen in Pakistan, Jemen und Afrika durch, organisierte den Sturz der libyschen Regierung durch Waffengewalt, arbeitet zur Zeit daran, die syrische Regierung zu stürzen und lässt weiterhin militärische Kräfte gegen den Iran auffahren.

Nachdem es die muslimischen Gegner, die es geschaffen hat, für unzureichend erachtet von deren Energien und Budget her, hat Washington Russland mit Militärbasen umstellt und hat mit der Einkreisung Chinas begonnen. Washington hat angekündigt, dass der Großteil seiner Seestreitkräfte im Lauf der kommenden Jahre in den Pazifik verlegt werden wird, Washington arbeitet auch daran, seine Marinebasis auf den Philippinen wieder in Betrieb zu nehmen, eine neue auf einer südkoreanischen Insel aufzubauen, einen Marinestützpunkt in Vietnam zu erwerben sowie Luftwaffen- und Militärbasen anderswo in Asien.

In Thailand versucht Washington, mit den üblichen Schmiergeldern einen Luftwaffenstützpunkt zu kaufen, den es im Vietnamkrieg benützt hat. Dagegen gibt es Widerstand, weil das Land nicht in Washingtons absehbaren Konflikt mit China hineingezogen werden will. Laut thailändischen Zeitungen erklärte Washington, indem es den wirklichen Grund für die Luftwaffenbasis herunterspielte, der Regierung Thailands, dass die Basis für „humanitäre Einsätze“ benötigt würde. Das zog nicht, also ließ Washington die NASA um die Luftwaffenbasis fragen, um dort „Wetterexperimente“ durchzuführen. Ob dieser Schmäh Erfolg hat, wird man sehen.

Marinesoldaten der Vereinigten Staaten von Amerika wurden nach Australien und Asien geschickt.

China und Russland (und den Iran) einzugrenzen ist ein massives Unterfangen für ein Land, das finanziell am Sand ist. Mit Kriegen und Banksterfreikäufen haben Bush und Obama die Staatsschulden der Vereinigten Staaten von Amerika verdoppelt, während sie verabsäumten, auf die Desintegration der Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika einzugehen und auf die wachsenden Schwierigkeiten der Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika.

Quelle: antikrieg.com

Kann die Welt Washingtons Überheblichkeit überleben?

Paul Craig Roberts

Als Präsident Reagan mich zum Staatssekretär für Wirtschaftspolitik im Finanzministerium bestellte, sagte er zu mir, dass wir die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika wiederherstellen müssten, sie aus der Stagflation herausführen, um die sowjetische Führung mit dem vollen Gewicht einer mächtigen Wirtschaft dazu zu bringen, über das Ende des Kalten Krieges zu verhandeln. Reagan sagte, dass es keinen Grund gebe, noch länger unter der Drohung eines Atomkrieges zu leben.

 

Die Reagan-Administration erreichte beide Ziele, nur um zu sehen, dass diese Errungenschaften von den folgenden Administrationen über den Haufen geworfen wurden. Es war Reagans eigener Vizepräsident und Nachfolger George Herbert Walker Bush, der als erster gegen die Abmachungen zwischen Reagan und Gorbatschow verstieß, indem er ehemalige Teilstaaten des sowjetischen Imperiums in die NATO eingliederte und Militärbasen des Westens an die russische Grenze verlegte. 

 

Die Umstellung Russlands mit Militärbasen ging unvermindert weiter unter den folgenden Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika mit verschiedenen „Farbrevolutionen,“ finanziert vom National Endowment for Democracy (Nationale Stiftung für die Demokratie) der Vereinigten Staaten von Amerika, die von vielen als Fassade der CIA betrachtet wird. Washington versuchte sogar, eine von Washington kontrollierte Regierung in der Ukraine zu installieren, und hatte mit derartigen Bemühungen Erfolg in der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien, dem Geburtsland Joseph Stalins.

 

Der Präsident Georgiens, eines Landes, das zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer liegt, ist eine Marionette Washingtons. Vor kurzem gab er bekannt, dass das ehemalige sowjetische Georgien 2014 Mitglied der NATO werden soll.

 

Wer alt genug ist, sich daran zu erinnern, weiß, dass die NATO, der Nordatlantische Verteidigungspakt, eine Allianz zwischen Westeuropa und den Vereinigten Staaten von Amerika gegen die Bedrohung war, dass die Rote Armee Westeuropa überrennt. Der Nordatlantik ist weit, weit entfernt vom Schwarzen und vom Kaspischen Meer. Welchen Sinn hat es, dass Georgien Mitglied der NATO wird, außer dass Washington einen militärischen Stützpunkt an der russischen Schwachstelle bekommt?

 

Die Beweise sind einfach überwältigend, dass Washington – beide Parteien – gegen Russland und China vorgeht. Ob das Ziel ist, beide Länder zu zerstören, oder sie nur unfähig zu machen, sich der Weltherrschaft Washingtons zu widersetzen, ist zur Zeit noch nicht klar. Egal welcher Zweck verfolgt wird, es kommt wahrscheinlich Atomkrieg heraus.

 

Die prostituierte amerikanische Presse gibt vor, dass eine bösartige syrische Regierung unschuldige Bürger hinmordet, die nur Demokratie wollen, und dass, wenn die UNO nicht militärisch interveniert, die Vereinigten Staaten von Amerika intervenieren müssen, um die Menschenrechte zu schützen. Russland und China werden von Funktionären der Vereinigten Staaten von Amerika verteufelt, weil sie sich jedem Vorwand für einen Überfall der NATO auf Syrien widersetzen. 

 

Die Fakten sind natürlich ganz andere als die von den amerikanischen Medienhuren und Mitgliedern der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika präsentierten. Die syrischen „Rebellen“ sind wohlbewaffnet mit militärischen Waffen. Die „Rebellen“ kämpfen gegen die syrische Armee. Die Rebellen schlachten Zivilisten ab und berichten ihren Medienhuren im Westen, dass diese Taten von der syrischen Regierung begangen worden sind, und die Pressehuren des Westens verbreiten die Propaganda.

 

Jemand stattet die „Rebellen” mit Waffen aus, nachdem die Waffen offensichtlich nicht auf lokalen syrischen Märkten erhältlich sind. Die meisten intelligenten Menschen glauben, dass die Waffen aus den Vereinigten Staaten von Amerika oder aus dem Umkreis der Vereinigten Staaten von Amerika kommen.

 

Washington hat also in Syrien einen Bürgerkrieg angezettelt, wie es das in Libyen getan hat, aber dieses Mal blickten die leichtgläubigen Russen und Chinesen durch und weigerten sich, eine Resolution des UN-Sicherheitsrates wie diejenige durchgehen zu lassen, die der Westen gegen Libyen ausgeschlachtet hat.

 

Um dieses Hindernis zu überwinden, nehme man einen antiken Phantom Kampfjet aus der Zeit des Vienamkriegs in den 1960ern und lasse die Türkei diesen nach Syrien hinein fliegen. Die Syrer werden ihn abschießen, worauf die Türkei an ihre NATO-Partner appellieren kann, ihr gegen Syrien zu Hilfe zu kommen. Nachdem die UNO-Option nicht geht, kann Washington sich auf seine Verpflichtung nach dem NATO-Vertrag berufen und in den Krieg ziehen, um ein NATO-Mitglied gegen ein dämonisiertes Syrien zu verteidigen.

 

Die neokonservative Lüge hinter Washingtons Kriegen um die Weltherrschaft lautet, dass die Vereinigten Staaten von Amerika den überfallenen und bombardierten Ländern die Demokratie bringen. Wie Mao Tsetung sagte, kommt „die politische Macht aus den Gewehrläufen.“ Wie auch immer, beim arabischen Frühling spielt sich mit der Demokratie nicht viel ab, wie im Irak und in Afghanistan, zwei Ländern, die durch Invasionen der Vereinigten Staaten von Amerika „befreit“ worden sind.

 

Was die Vereinigten Staaten von Amerika bringen, sind Bürgerkriege und die Aufsplitterung von Ländern, wie Präsident Bill Clintons Regime im ehemaligen Jugoslawien vorgeführt hat. Je mehr Länder in Stücke gerissen und in gegnerische Fraktionen aufgespalten werden können, desto mächtiger ist Washington.

 

Russlands Putin versteht, dass Russland selbst nicht nur durch die Finanzierung der „russischen Opposition“ bedroht ist, sondern auch durch den Streit unter den Moslems, der durch Washingtons Kriege gegen säkulare muslimische Staaten wie Irak und Syrien angefacht worden ist. Dieses Zerwürfnis verbreitet sich in Russland selbst und stellt Russland vor Probleme wie den tschetschenischen Terrorismus.

 

Wenn ein säkularer Staat zu Fall gebracht wird, bekommen die islamistischen Fraktionen die Möglichkeit, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Wie ich früher geschrieben habe, behält der Westen im Mittleren Osten immer die Oberhand, weil sich die islamistischen Fraktionen gegenseitig mehr hassen als ihre westlichen Eroberer. Daher tauchen die Islamisten auf, wenn Washington säkulare nicht islamistische Regierungen wie im Irak und jetzt geplant in Syrien zerstört, und bekämpfen sich gegenseitig, um die Vorherrschaft zu erringen. Das passt Washington und Israel, weil diese Staaten aufhören, kohärente Gegner zu sein.

 

Russland ist verletzlich, weil Putin von Washington und den Medien der Vereinigten Staaten von Amerika dämonisiert wird und weil Putins russische Opposition von Washington bezahlt wird und den Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika dient, nicht russischen Interessen. Der Aufruhr, den Washington in muslimischen Staaten entfacht, schlägt über auf die muslimischen Bevölkerungsgruppen in Russland.

 

Es hat sich gezeigt, dass es für Washington schwieriger ist, sich in Chinas innere Angelegenheiten einzumischen, obwohl in einigen Provinzen Unfrieden gesät wurde. Es wird erwartet, dass in einigen Jahren die chinesische Wirtschaft die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika überflügeln wird, wodurch eine asiatische Macht eine Macht des Westens als die mächtigste Wirtschaft der Welt ablösen wird. 

 

Durch diese Aussichten ist Washington zutiefst beunruhigt. In der Knechtschaft und unter Kontrolle von Wall Street und anderen speziellen Interessengruppen ist Washington außerstande, die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika vor ihrem Niedergang zu bewahren. Die schnellen Spielprofite der Wall Street, die Kriegsgewinne des Militär/Sicherheitskomplexes, und die Profite aus der Auslagerung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen für die Märkte der Vereinigten Staaten von Amerika haben in Washington viel mehr Gewicht als das Wohlergehen der Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Während es mit der Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika bergab geht, steigt die chinesische Wirtschaft.

 

Washingtons Antwort ist die Militarisierung des Pazifiks. Die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika hat das Südchinesische Meer zu einem Gebiet von nationalem amerikanischem Interesse erklärt. Die Vereinigten Staaten von Amerika bedrängen die Regierung der Philippinen, indem sie die chinesische Bedrohungskarte spielen, und arbeiten daran, eine Einladung für die Marine der Vereinigten Staaten von Amerika in ihre ehemalige Basis in der Subic Bucht zu bekommen. Vor kurzem gab es gemeinsame Militär-/Marinemanöver der Vereinigten Staaten von Amerika und der Philippinen gegen die „chinesische Bedrohung.“ 

 

Die Marine der Vereinigten Staaten von Amerika verlegt Flotten zurück in den pazifischen Ozean und errichtet eine neue Marinebasis auf einer südkoreanischen Insel. Marinesoldaten der Vereinigten Staaten von Amerika sind jetzt in Australien stationiert und werden von Japan aus in andere asiatische Länder verlegt. Die Chinesen sind nicht dumm. Sie verstehen, dass Washington versucht, China einzukreisen.

 

Für ein Land, das nicht imstande ist, den Irak in 8 Jahren zu besetzen, und nicht imstande ist, Afghanistan in 11 Jahren zu besetzen, ist es ein Akt des Irrsinns, es gleichzeitig mit zwei Atommächten aufzunehmen. Die Überheblichkeit in Washington, die täglich von den durchgeknallten Neokonservativen gefüttert wird ungeachtet des außerordentlichen Versagens in Irak und Afghanistan, hat sich sich jetzt gegen gewaltige Mächte gerichtet – Russland und China. In ihrer ganzen Geschichte hat die Welt noch keine derartige Idiotie erlebt.

 

Die Psychopathen, Soziopathen und Schwachsinnigen, die in Washington die Oberhand haben, führen die Welt in die Vernichtung.

 

Die kriminell wahnsinnige Regierung in Washington, egal ob demokratisch oder republikanisch, egal was bei der nächsten Wahl herauskommt, stellt die größte Bedrohung für das Leben auf der Erde dar, die je existiert hat.

 

Mehr noch, die einzige Geldquelle, über die die Washingtoner Verbrecher verfügen, ist die Banknotenpresse. In einem folgenden Artikel werde ich erörtern, ob die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika ihren Zusammenbruch beenden wird, ehe die Kriegsverbrecher in Washington die Welt zerstören können.

Quelle: antikrieg.com

Hinter dem amerikanisch-nordkoreanischen Getöse

Jack A. Smith

 

Was spielt sich ab zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Nordkorea und führt zu Schlagzeilen in den letzten Tagen wie „Spannungen in Korea eskalieren“ und „Nordkorea bedroht die Vereinigten Staaten von Amerika“?

 

Die New York Times berichtete: „Diese Woche gab Nordkoreas junger Führer Kim Jong-un seinen Untergebenen den Befehl, sich auf einen Raketenangriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika vorzubereiten. Er trat in einer Kommandozentrale auf, vor einer Landkarte mit der verwegenen, unrealistischen Aufschrift ‚Pläne für einen Angriff auf das Festland der Vereinigten Staaten von Amerika.’ Früher in diesem Monat prahlten seine Generäle mit der Entwicklung eines nuklearen Sprengkopfes „á la Korea’, der auf eine Langstreckenrakete montiert werden könne.“

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen sehr wohl, dass den Äußerungen Nordkoreas das ausreichende militärische Durchsetzungsvermögen fehlt, um die rhetorischen Drohungen wahr zu machen, sie scheinen aber die Spannungen im gleichen Ausmaß zu steigern. Auch die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye weiß, dass die Drohungen rhetorischer Natur sind, erklärte aber: „Wir sollten ohne weitere politische Überlegungen einen starken und unmittelbaren Vergeltungsschlag führen, wenn der Norden eine Provokation gegen unser Volk setzt.“ 

 

Pyongyang hat offensichtlich ein anderes Ziel im Auge. Ich muss ein bisschen zurückgehen, um die Situation zu erklären.

 

Seit dem Ende des Koreakrieges vor 60 Jahren hat die Regierung der Arbeiterpartei der Demokratischen Volksrepublik Korea (DPRK oder Nordkorea) wiederholt im Grunde die gleichen vier Forderungen an die Vereinigten Staaten von Amerika gestellt. Diese beinhalten:

 

1. Einen Friedensvertrag, der den Koreakrieg beendet. 2. Die Wiedervereinigung Koreas, das seit 1945 „vorübergehend“ in einen Nord- und einen Südteil aufgeteilt war. 3. Ein Ende der Okkupation Südkoreas durch die Vereinigten Staaten von Amerika und eine Einstellung der jährlichen monatelangen Kriegsmanöver durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Südkorea. 4. Bilaterale Verhandlungen zwischen Washington und Pyongyang, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu beenden.

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika und ihr südkoreanisches Protektorat haben jeden der Vorschläge im Lauf der Jahre zurückgewiesen. Infolgedessen ist die Halbinsel seit den 1950ern extrem instabil. Es ist jetzt so weit gekommen, dass Washington seine diesjährigen Kriegsmanöver, welche Anfang März begonnen haben, als Vehikel für die Durchführung eines Scheinangriffs auf Nordkorea mit Atomwaffen benutzt hat, indem es zwei atomwaffenfähige B-2 Stealth-Bomber am 28. März die Region überfliegen ließ. Drei Tage danach beorderte das Weiße Haus F-22 Raptor-Tarnkappen-Kriegsflugzeuge nach Südkorea, eine weitere Eskalation der Spannungen. 

 

Was hinter den vier Vorschlägen steckt:

 

1. Die Vereinigten Staaten von Amerika weigern sich, einen Friedensvertrag zur Beendigung des Koreakrieges abzuschließen. Ein Waffenstillstand ist eine zeitweilige Einstellung der Kämpfe durch eine beiderseitige Zustimmung. Der am 27. Juli 1953 unterzeichnete Waffenstillstand sollte in einen Friedensvertrag umgewandelt werden, wenn „eine endgültige friedliche Einigung erreicht worden ist.“ Das Fehlen eines Friedensvertrags bedeutet, dass der Krieg jeden Augenblick wieder weitergehen könnte. Nordkorea will keinen Krieg mit den Vereinigten Staaten von Amerika, dem mächtigsten Militärstaat der Geschichte. Es will einen Friedensvertrag und die diplomatische Anerkenung durch Washington.

 

2. Zwei Koreas existieren infolge eines Abkommens zwischen der UdSSR (die an Korea grenzte und half, den nördlichen Teil des Landes im Zweiten Weltkrieg von Japan zu befreien) und den Vereinigten Staaten von Amerika, die die südliche Hälfte besetzt hatten. Obwohl im Norden Sozialismus herrschte und Kapitalismus im Süden, sollte es keine permanente Teilung sein. Die zwei Großmächte sollten nach ein paar Jahren abziehen und dem Land eine Wiedervereinigung ermöglichen. Die Sowjetunion tat das, die Vereinigten Staaten von Amerika nicht. Dann kam der verheerende Dreijahreskrieg im Jahr 1950. Seit damals hat Nordkorea verschiedene Vorschläge vorgelegt, um die Trennung zu beenden, die seit 1945 bestanden hat. Der neueste Vorschlag ist, glaube ich, „ein Land – zwei Systeme.“ Das heißt, dass der Süden kapitalistisch und der Norden sozialistisch bleibt, während sich beide Hälften vereinigen. Das wird schwierig sein, aber nicht unmöglich. Washington will das nicht haben. Es will die ganze Halbinsel haben, um seinen Militärapparat direkt an die Grenzen von China und Russland heranzubringen.

 

3. Washington hat seit dem Ende des Krieges zwischen 25.000 und 40.000 Soldaten in Südkorea behalten. Diese erinnern – gemeinsam mit Amerikas Flotten, Stützpunkten mit Atombombern und Militäreinrichtungen in enger Nachbarschaft der Halbinsel – an zwei Dinge. Eines ist: „wir können den Norden vernichten.“ Das andere ist: „Südkorea gehört uns.” Pyongyang sieht es so – umso mehr, seit Präsident Obama beschlossen hat, in Richtung Asien „umzuschwenken.“ Während das Umschwenken einen wirtschaftlichen und Handels-Aspekt hat, ist sein Ziel in erster Linie, Amerikas bereits beträchtliche militärische Macht in der Region auszubauen, um die Drohungen gegenüber China intensivieren zu können, aber das benachbarte Nordkorea liegt sehr wohl innerhalb dieser gefährlichen Peripherie.

 

4. Der Koreakrieg war im Grunde ein Konflikt zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und den Vereinigten Staaten von Amerika. Das heißt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Führungsrolle im Kampf gegen Nordkorea einnahmen, bei dem auch eine Reihe von UNO-Ländern mitmachten, und verantwortlich waren für die Tötung von Millionen Koreanern nördlich der Teilungsgrenze am 38. Breitengrad. Es ist völlig logisch, dass Pyongyang direkte Gespräche mit Washington sucht, um Meinungsverschiedenheiten zu bereinigen und eine friedliche Lösung zu erreichen, die zu einem Friedensvertrag führt. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich konsequent geweigert.

 

Diese vier Punkte sind nicht neu. Sie wurden in den 1950ern vorgelegt. Ich besuchte die Demokratische Volksrepublik Korea als Journalist für (die amerikanische Ausgabe der Zeitung) The Guardian dreimal in den 1970ern insgesamt acht Wochen lang. Immer wieder wurde ich in Diskussionen mit Regierungsvertretern hinsichtlich eines Friedensvertrags, Wiedervereinigung, Abzug der Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika aus dem Süden und direkten Verhandlungen befragt. Die Situation ist heute die Gleiche. Die Vereinigten Staaten von Amerika werden sich nicht bewegen.

 

Warum nicht? Washington will das kommunistische Regime loswerden, ehe es zulässt, dass Frieden auf der Halbinsel einzieht. Kein „ein Staat, zwei Systeme“ für Uncle Sam, da sei Gott vor! Der will einen Staat, der treue Gefolgschaft schwört – was raten Sie, wem? Bis dahin rechtfertigt die Existenz eines „kriegerischen“ Nordkorea, dass Washington den Norden mit einem veritablen Aufgebot von Feuerkraft umstellt. Ein „gefährliches“ Nordkorea lässt sich gut verwenden, um Tokia innerhalb des Orbits der Vereinigten Staaten von Amerika zu halten und einen weiteren Vorwand für das vormals pazifistische Japan ins Spiel zu bringen, sein bereits formidables Arsenal weiter aufzustocken.

 

Den gemeinsamen Kriegsmanövern der Vereinigten Staaten von Amerika und Südkoreas im März gingen im Februar gemeinsame Kriegsmanöver der Vereinigten Staaten von Amerika und Japans unter dem Titel „Eiserne Faust“ voraus. In beiden Fällen demonstrierte Washington stillschweigend, dass es auf der Seite von Seoul oder Tokio gegen Pyongyang oder Peking steht, wenn es hart auf hart kommt. Das Bemühen der Vereinigten Staaten von Amerika und Japans richtete sich auf die Einnahme einer imaginären Insel – eine direkte militärische Warnung an die Adresse Chinas, das Besitzrechte auf die Senkaku Inseln geltend macht, was auch Japan tut.

 

Aus einem Artikel in Foreign Policy in Focus vom 15. Februar von Christine Hong und Hyun Le: „Die Darstellung Nordkoreas als die größte Bedrohung der Sicherheit in der Region vernebelt die hinterlistige Natur der Politik des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama in der Region, besonders die Identität zwischen dem, was seine Berater als ‚strategische Geduld’ bezeichnen einerseits, und seiner offensiv eingesetzten militärischen Pose und Allianz mit Falken in der Region andererseits. Die Untersuchung der aggressiven Politik Obamas gegenüber Nordkorea und deren Auswirkungen ist entscheidend, um verstehen zu könen, warum Demonstrationen von militärischer Macht – von Politik mit anderen Mitteln, um es mit Carl von Clausewitz auszudrücken – die einzigen Wege der Kommunikation mit den Vereinigten Staaten von Amerika sind, die Nordkorea anscheinend zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehen.

 

Brian Becker, Vorsitzender der Antikriegskoalition ANSWER, schrieb am 31. März: „Das Pentagon und das südkoreanische Militär haben heute – und das letzte Jahr hindurch – massive Kriegsspiele aufgeführt, die die Invasion und die Bombardierung von Nordkorea simulieren. Wenige Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika kennen die wirkliche Situation. Die Arbeit der Propagandamaschinerie ist darauf gerichtet, sicherzustellen, dass die Menschen Amerikas sich nicht zusammentun, um ein Ende der gefährlichen und bedrohlichen Aktivitäten des Pentagon auf der koreanischen Halbinsel zu fordern.

 

„Die Propagandakampagne ist jetzt in vollem Gang, wo das Pentagon die Eskalation in dem am höchsten militarisierten Teil des Planeten vorantreibt. Nordkorea wird hingestellt als der Provokateur und Aggressor, wann immer es darauf besteht, dass es das Recht und die Fähigkeit hat, das Land zu verteidigen. Sogar wenn das Pentagon die atomare Vernichtung eines Landes simuliert, das es bereits zurück in die Steinzeit zu bombardieren versucht hat, stellen die im Besitz von Konzernen befindlichen Medien diese extrem provokante Handlung als ein Zeichen von Bemühungen um eine Streitbeilegung und als eine Maßnahme der Selbstverteidigung hin.“

 

Und von Stratfor, der kommerziellen Informationsfirma, die es oft weiß: „Viel von Nordkoreas Verhalten kann als rhetorisch betrachtet werden, aber nichtsdestoweniger ist nicht klar, wie weit Pyongyang zu gehen bereit ist, wenn es Verhandlungen auch durch Aggressivität nicht erzwingen kann.“ Hier wird davon ausgegangen, dass es um die Einleitung von Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika geht.

 

Pyongyangs „Aggressivität” ist fast zur Gänze verbal – vielleicht ein paar Dezibel zu laut für viele Ohren – aber Nordkorea ist ein kleines Land in schwierigen Verhältnissen, das sich sehr gut an die außerordentliche Brutalität erinnert, mit der Washington in den 1950ern über sein Territorium herfiel. Millionen Koreaner wurden getötet. Die Flächenbombardements der Vereinigten Staaten von Amerika waren verbrecherisch. Nordkorea ist entschlossen, in den Kampf zu ziehen, wenn das wieder geschieht, hofft aber, dass seine Bereitschaft den Krieg verhindern und zu Gesprächen und zu einem Vertrag führen wird.

 

Nordkoreas große und gut ausgebildete Armee dient der Verteidigung. Der Zweck der Raketen, die es baut, und das Reden über Atomwaffen sind prinzipiell darauf gerichtet, den Wolf vor der Haustüre abzuschrecken.

 

Kurz gesagt, die flammende Rhetorik Kim Jong-uns in letzter Zeit steht in direktem Zusammenhang mit den monatelangen Kriegsspielen der Vereinigten Staaten von Amerika und Südkoreas in diesem Jahr, die er als mögliches Vorspiel für einen neuen Krieg interpretiert. Kims mittelfristige Absicht ist es, eine ausreichend besorgniserregende Krise zu schaffen, damit die Vereinigten Staaten von Amerika endlich bilateralen Gesprächen zustimmen, die zu einem Friedensvertrag führen, einem Ende der von Washington verhängten Sanktionen und dem Abzug fremder Soldaten aus dem Süden. Eine Form der Wiedervereinigung könnte später in Verhandlungen zwischen Norden und Süden gefunden werden. 

 

Die derzeitigen Konfrontationen werden abklingen mit dem Ende der provokanten Kriegsmanöver dieses Jahres. Die Obama-Administration hat keinerlei Absicht, die Bedingungen zu schaffen, die zu einem Friedensvertrag führen – besonders jetzt, wo die Aufmerksamkeit des Weißen Hauses auf Ostasien gerichtet zu sein scheint, wo es ein Risiko für seine globale geopolitische Vorherrschaft wahrnimmt.

Quelle:antikrieg.com